Expressive Ungleichheit: Zur Soziologie der Lebensstile by Hartmut Lüdtke

By Hartmut Lüdtke

Mit diesem Bueh versuehe ieh die Diskussion uber eine teils verges sene, teils erst wie der in Ansatzen neu entdeekte measurement sozialer Ungleichheit zu beleben. Sie er streekt sich teilweise "quer" zur vertikal fixierten Sehichtungstheorie und verbindet so ziologisehe Mikro- und Makrotheorie, Sozialpsyehologie und Soziologie sowie ver sehiedene "Bindestrichsoziologien." Dieser grenzubersehreitende Charakter der Lebensstiltheorie maeht sie gerade interessant und faszinierend sowie, wie guy hoffen kann, zur QueUe innovativer Forsehungen. Das Thema fand ich in meinemjungeren Arbeitskontext an der Philipps-Universiilit Marburg, in den u.a. die Erfahrungen vieler Jahre der Besehiiftigung mit Freizeitsozio logie, ihrer Grenzen und Saekgassen, sowie das Interesse an der jungeren Diskussion uber neue Aspekte sozialer Ungleichheit und die Erweiterung wie integrative Fortset zung dieser theoretisehen culture eingeflossen sind. Dem Bueh vorausgegangen sind, neben einigen programmatisehen Aufsatzen, zwei fUr die Femuniversitat Hagen ange fertigte Kurseinheiten "Lebensstile: Praferenzpalette der Sozialstruktur." Ein Teil die ses Textes wurde mit freundlieher Zustimmung der Femuniversitat ubemommen, an dere Teile wurden wesentlich erganzt und uberarbeitet. EingefUgt wurde der Berieht uber eine eigene empirisehe Lebensstiluntersuehung aufgrund von Erhebungen an einer kleinen Stiehprobe. Friederike Benthaus danke ieh fUr die im Rahmen ihrer Diplomarbeit geleistete Mit arbeit bei der Entwicklung und Erprobung des Fragebogens sowie fUr die DurehfUh rung zahlreicher Interviews. Hans Bardeleben danke ich fUr die Uberlassung seines CONCLUS-Programms fUr explanatorisehe Clusteranalysen. Komelia Funk danke ieh fUr ihre hervorragende und routinierte Textverarbeitung. Marburg, im Frfrhjahr 1989 H.L.

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Die Online-Hauptversammlung: Internetbasierte Ausübung von Aktionärsrechten auf der Hauptversammlung der deutschen Publikumsaktiengesellschaft

Eine Effizienzsteigerung deutscher Hauptversammlungen wurde bereits 1998 mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie 2000 mit dem Gesetz zur Namensaktie und zur Erleichterung der Stimmrechtsausübung (NaStraG) angestrebt. Die von der Praxis geforderte Reform der Hauptversammlung wurde dennoch nicht vollständig erreicht.

Expressive Ungleichheit: Zur Soziologie der Lebensstile

Mit diesem Bueh versuehe ieh die Diskussion uber eine teils verges sene, teils erst wie der in Ansatzen neu entdeekte measurement sozialer Ungleichheit zu beleben. Sie er streekt sich teilweise "quer" zur vertikal fixierten Sehichtungstheorie und verbindet so ziologisehe Mikro- und Makrotheorie, Sozialpsyehologie und Soziologie sowie ver sehiedene "Bindestrichsoziologien.

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Verteilungen. Wegen der hohen Komplexitat unseres Gegenstandes sind diese verschiedenen Aspekte bisher nicht in einer kohirenten Theorie gemeinsam verfolgt, geschweige denn interdependent ausgearbeitet worden - was beim gegenwartigen Stand der Sozialwissenschaften auch eine vOllig unangemessene Erwartung ware. h. Anleihen bei relevanten Teiltheorien zu machen und diese moglichst plausibel zu verkniipfen. h. nach dem Verhalten und der Interaktion von Individuen fragen. h. sie fragen nach den Folgen des aggregierten Verhaltens auf kollektiver oder okologischer Ebene.

Objektive gesellschaftliche Basis: Ein theoretischer Zwang zur eindeutigen Zuordnung von Klassen bzw. Statusgruppen einerseits und Lebensstilen andererseits entfiillt nach unseren Annahmen. Die Frage, inwieweit statusspezifische bzw. statusubergreifende Lebensstile existieren, ist nicht ausschliefilich theoretisch entscheidbar. Die Antwort richtet sich nachdem Grad, in dem die Verteilung der verschiedenen Relationen zwischen objektiven Ressourcen und Praferenzenspielraum eindeutig den gegebenen Klassen- oder Schichtlinien folgt.

Mentalitit: ein (individuelles oder kollektives) charakteristisches BewuBtsein, eine geistige oder Wert-Haltung, ein Syndrom von Einstellungen. Mentalitiiten gehOren zu den generativen Bedingungen von Lebensstilen in der Motivationsdimension. Bourdieus Habitus-Begriff kann als spezifisches Funktionsmodell einer Mentalitiit aufgefa6t werden. h. ) eingefiihrt. Eine Subkultur liifit sich durch eine distinktive Mentalitiit charakterisieren. Lebenswelt: "in Anschlufi an Husserl in der phiinomenologischen Soziologie von A.

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