Fremde · Freunde · Feindlichkeiten: Sozialpsychologische by Wolfgang Frindte (auth.), Prof. Dr. phil. habil. Wolfgang

By Wolfgang Frindte (auth.), Prof. Dr. phil. habil. Wolfgang Frindte (eds.)

Dieser Band ist das Ergebnis einer umfassenden, 1996 bis 1998 in vier Bundesländern (Brandenburg, Bayern, Schleswig-Holstein, Thüringen) durchgeführten Jugendstudie. Im 1. Kapitel des Buches werden die Theorie- und Befundlagen zum Thema Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Gewalt präsentiert. Über den sozial-konstruktivistischen Ansatz, von dem sich die Autor/innen in ihren Untersuchungen leiten ließen, berichtet das Kapitel 2. In den Kapiteln three - eight finden die Leser/innen zahlreiche empirische Belege für die vielfältigen und miteinander verwobenen Hintergründe für fremdenfeindliche, antisemitische und gewaltbezogene Konstruktionen. Dabei geht es u.a. um die Ausprägungen rechtsextremistischer Orientierungen, um Ost-West-Unterschiede in den fremdenfeindlichen und antisemitischen Einstellungen deutscher Jugendlicher, um Zusammenhänge zwischen politischen Interessen und Fremdenfeindlichkeit, um autoritäre Orientierungsmuster, historische Geschichtslegenden und deren Wirksamkeit. Kapitel nine rundet die Darstellung der quantitativen Ergebnisse durch die Interpretation qualitativer Interviews ab. Im abschließenden Kapitel stellen sich die Autor/innen in einer Diskussion den Fragen nach der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Relevanz ihrer Ergebnisse.

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Die Online-Hauptversammlung: Internetbasierte Ausübung von Aktionärsrechten auf der Hauptversammlung der deutschen Publikumsaktiengesellschaft

Eine Effizienzsteigerung deutscher Hauptversammlungen wurde bereits 1998 mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie 2000 mit dem Gesetz zur Namensaktie und zur Erleichterung der Stimmrechtsausübung (NaStraG) angestrebt. Die von der Praxis geforderte Reform der Hauptversammlung wurde dennoch nicht vollständig erreicht.

Expressive Ungleichheit: Zur Soziologie der Lebensstile

Mit diesem Bueh versuehe ieh die Diskussion uber eine teils verges sene, teils erst wie der in Ansatzen neu entdeekte measurement sozialer Ungleichheit zu beleben. Sie er streekt sich teilweise "quer" zur vertikal fixierten Sehichtungstheorie und verbindet so ziologisehe Mikro- und Makrotheorie, Sozialpsyehologie und Soziologie sowie ver sehiedene "Bindestrichsoziologien.

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Kommunikationsregeln in Deutschland beschaffen und verteilt sind, ob die Jugendlichen diese Regeln wahrnehmen und in welcher Weise sie diese Regeln selbst beachten, um den Kommunikationsprozeß mit den anonymen Befragern zu steuern. Das heißt, dann, wenn wir zum Beispiel interindividuelle oder intergruppale Unterschiede im Ausmaß und in der Qualität von fremdenfeindlichen Vorurteilen und Einstellungen ermitteln, ist zu fragen, ob diese Unterschiede nicht auch durch den interindividuell/intergruppal unterschiedlichen Umgang mit diesen Regeln (also durch das gruppenspezifische Kommunikationsmanagement) verursacht sein können.

Davon aus, daß eine wissenschaftliche Abbildung der Realität nicht möglich sei. Die Welt, die wir (Wissenschaftler und Alltagsmenschen) im wissenschaftlichen oder außerwissenschaftlichen Prozeß erschließen können, sei die Welt, die wir im sozialen Prozeß mittels unserer Interaktionen und Kommunikationen selbst schaffen und bezeichnen (Gergen 1985; Gergen & Gergen 1988; Gergen 1990). Auch die vom einzelnen gedachten, gefühlten und benutzten Prozesse, Dinge usw. seien Ergebnis eines sozialen Konstruktionsprozesses, der sich über die Sprache und über die sprachlich vermittelten Verständigungsformen (Konversation, Diskurs, Erzählung) reanisiert.

Sie sind vielmehr Interpretations- und Kommunikationsregeln, durch die festgelegt wird, wie das jeweilige Sprachspiel "zu spie- 46 Wolfgang Frindte len" ist. Als Beispiel: Wenn sich Sozialwissenschaftler dem Problemfeld oder dem Forschungsgebiet ,,Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit" zuwenden, dann bedeutet das, daß sie- implizit oder explizit- einen Komplex von Annahmen akzeptieren und verwenden, den man mit dem Etikett ,,Vorurteil und Fremdenfeindlichkeit" beschreiben kann (vgl. , S. 201). , daß es so etwas wie Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit gibt, daß Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit interindividuelle variieren können, daß wir zu wenig über diese Variationen wissen, aber mehr darüber wissen sollten etc.

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